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MPU wegen Drogen oder Medikamenten

Bei Drogen unterscheiden Begutachtungsstellen zwischen harten Drogen und Cannabis. Auch die Rechtslage zu Cannabis hat sich zuletzt geändert.

Wann wird eine MPU angeordnet?

TÜV SÜD nennt unter anderem Abhängigkeit von Betäubungsmitteln, die Einnahme von Betäubungsmitteln außer Cannabis, die Klärung eines regelmäßigen Cannabiskonsums und einen früheren Entzug aus diesen Gründen. [1] Diese Aufzählung stammt aus dem Jahr 2023 und kann durch die Änderungen im Cannabisrecht überholt sein. Maßgeblich ist Ihre Anordnung.

Was wird geprüft?

Laut ADAC müssen harte Drogen vollständig eingestellt und der Verzicht nachvollziehbar erklärt werden. Bei Cannabis muss man glaubhaft darlegen, Konsum und Fahren konsequent zu trennen. [2] Der Leistungstest umfasst nach dem ADAC einen Reaktionstest (etwa 7 Minuten), einen Aufmerksamkeits- und Konzentrationstest (etwa 15 Minuten) und einen Linientest. [2]

Abstinenznachweis

Ein Institut nennt für Urinkontrollen mindestens 4 Proben in 6 Monaten, 6 in 12 Monaten und 7 in 15 Monaten, alternativ Haaranalysen. [3] Details im Beitrag Abstinenznachweis.

Aktuelle Rechtsprechung zu Cannabis

Seit dem 22.08.2024 gilt ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Straßenverkehr. Mehrere Verwaltungsgerichte haben unterschiedlich entschieden, ob und wann deshalb eine MPU angeordnet werden darf. [4] Lesen Sie dazu die Kurzmeldung Cannabis am Steuer: Gerichte uneins. Bei Zweifeln an einer Anordnung sollten Sie eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Verkehrsrecht fragen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung oder verkehrspsychologische Beratung. Maßgeblich sind immer Ihre Anordnung und die Auskunft Ihrer Führerscheinstelle und Begutachtungsstelle.

Quellen

Stand der Recherche: 22.10.2026. Wir prüfen die Beiträge regelmäßig, Hinweise auf Fehler nehmen wir gern entgegen.